Nachhaltige Waldwirtschaft

Was ist nachhaltige Waldwirtschaft?

Wir brauchen Holz zum Leben. Wir bauen mit Holz, heizen mit Holz, unsere Möbel sind aus Holz. Bäume sind die Lieferanten für unseren Holzbedarf – wir müssen nur darauf achten, dass wir unsere Wälder nicht „leerernten“.

Nachhaltige Waldwirtschaft bedeutet also:
Es wird immer nur so viel Holz entnommen, wie auch wieder nachwächst.


In Niedersachsen arbeiten die Forstleute seit 300 Jahren nach diesem Prinzip. Im LÖWE-Wald der Niedersächsischen Landesforsten wird deshalb langfristig gedacht, denn bis ein Baum gefällt wird, vergehen viele Jahre. Eine Wildkirsche kann nach etwa 60 Jahren geerntet werden, eine Eiche erst nach rund 220 Jahren! Und wenn ein Baum gefällt wird, steht der nächste schon in den Startlöchern.
Schon lange werden Bäume nicht mehr mit der Axt gefällt. Forstarbeiter arbeiten heute mehr mit Köpfchen und Sachverstand als mit Muskelkraft.

Schon gewusst?
Als „Erfinder“ der Nachhaltigkeit gilt der Oberberghauptmann Carl von Carlowitz. Er lebte von 1645 bis 1714 und wehrte sich schon damals gegen das übermäßige Abholzen der Wälder. Er forderte bereits, dass nicht mehr Bäume gefällt als gleichzeitig wieder angepflanzt werden. 1713 veröffentlichte er ein Buch dazu, deshalb feiert der Begriff „Nachhaltigkeit“ 2013 sein 300-jähriges Jubiläum!